Der Erlass der Sondernutzungsgebühren wird der Gastronomie nicht reichen

Wir begrüßen es sehr, dass die Stadt in Eigeninitiative erneut die Sondernutzungsgebühren für 2022 für den Einzelhandel und die Gastronomie erlässt und damit auf die stattliche Summe von über 40 000 Euro verzichtet.

Für die Gastronomie sind weitere unterstützende Maßnahmen nötig, denn bislang gab es für sie keinerlei Erleichterungen. Die seit Monaten bestehenden unverhältnismäßigen Auflagen haben existenzbedrohende Auswirkungen. Für viele Lokale lohnt es sich nicht mehr, jeden Tag zu öffnen. Mitarbeiter sind in andere Branchen abgewandert. Die Folgen sind überall sichtbar. Gleichzeitig sind Motivation und Substanz der Gastwirte aufgezehrt. Die Gastronomie in Biberach gehört jedoch zu den wichtigsten Attraktionen für das Erlebnis „Innenstadt“. Ohne attraktive Gastronomie sind die Kultur und der Handel nicht in der Lage, Besucher, Gäste und Kunden nach Biberach zurückzuholen.

Das jedoch wird monatelange Anstrengungen brauchen. Hier kann die Stadt mehr tun. Aus unserer Sicht kann Biberach zum Beispiel über eine Verkürzung der Sperrzeit, erweiterte Sondernutzungsmöglichkeiten, regelmäßige Events/Veranstaltungen und spezielles Gastro-Marketing nachdenken.

Der gesamten Innenstadt muss es gelingen, die einschneidendsten Beschränkungen der letzten 50 Jahre zu überwinden. Die Innenstadt braucht regelrechte Wiederbelebungsmaßnahmen. Aus eigener Kraft kann die Gastronomie das kaum schaffen.

Wir sind mit der Arbeit der Hospitalverwaltung und ihrer Beschäftigten sehr zufrieden und haben dem Haushalt zugestimmt.

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Kontakt: Alfred Braig