Photovoltaik nur für Freiflächen?

Die Stadt beauftragt eine Standortanalyse für Photovoltaik auf Freiflächen für den Außenbereich Biberachs. Gut so! Aber das kann es noch längst nicht gewesen sein. Angesichts der prekären Energiesituation durch die geopolitische Lage zeigt sich abermals, mit welcher Geschwindigkeit alternative Stromerzeugung vorangetrieben werden muss.

Es ist höchste Zeit, hierfür die Prozesse zu beschleunigen und die Genehmigung solcher Anlagen zu vereinfachen. Dies gilt auch für unsere Altstadt. Wir fordern diesbezüglich schnellstmöglich eine Überarbeitung der Altstadtsatzung, dass auch hier die Hauseigentümer Photovoltaikanlagen auf den Dächern anbringen können.

Auch ohne dass der wundervolle Altstadtblick von der Schillerhöhe leidet, lassen sich hier viele Dächer nutzen. Mit den neuen Solardachpfannen tun sich hier ferner völlig neue Möglichkeiten auf.

Wir sehen hier die Stadt in der Pflicht, die Rahmenbedingungen zu vereinfachen und Vorschläge zu liefern, wie und wo solche Anlagen angebracht werden können. Es ist letztlich dasselbe wie bei den Windrädern: Was nützt es am Ende, wenn wegen etwaiger optischer Beeinträchtigung von Landschaftsund Stadtbildern keine Anlagen installiert werden können, wir unseren Strom dann aber aus Kernkraftwerken aus Frankreich beziehen müssen?

 

Hospital Biberach – ein attraktiver Arbeitgeber

Die Nachfrage nach Pflegeplätzen wird die nächsten Jahrzehnte deutlich steigen, gleichzeitig entsteht eine Versorgungslücke durch den prognostizierten Mangel an Pflegekräften. Um entstehende Probleme durch eine gegenläufige Entwicklung zu vermeiden, plant der Hospital Biberach Maßnahmen zur Steigerung seiner Attraktivität als Arbeitgeber. Ein ganzer Strauß an Ideen wurde vom modernen Personalmanagement des Hospitals gesammelt und soll nun schrittweise umgesetzt werden.

Bedeutende Bestandteile der Überlegungen sind Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodelle. Ausgehend von der persönlichen Interessenlage und dem Wunsch nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zeitlich flexibel beschäftigt werden können. In Zusammenarbeit mit dem Betriebs- bzw. Personalrat und einem anerkannten Dienstleister erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach einer individuellen Beratung entsprechende Angebote. So sichert der Hospital den Bedarf an pflegerischem Personal, das im stationären Einsatz sowie im ambulanten Bereich benötigt wird.

Personalgewinnung und -sicherung sind die wichtigsten Voraussetzungen für die weitere Entwicklung. Es stehen aktuell Entscheidungen zum Bauen und Sanieren im Hospitalquartier an. Die notwendigen Investitionen sind nur dann sinnvoll, wenn für die Auslastung der Räumlichkeiten genügend qualifizierte Beschäftigte zur Verfügung stehen.

Fred Braig – bohrt tief, arbeitet entschlossen und vorausschauend

Vor 23 Jahren wurde Fred Braig in den Gemeinderat gewählt. Zusammen mit Peter Haug waren erstmals zwei FDP-Vertreter im Gemeinderat. Mit dem Rücktritt von Peter Haug ein Jahr später ist Christoph Funk nachgerückt. Fred Braig und Christoph Funk haben die Gruppierung einvernehmlich weitergeführt. Fred Braig erreichte durch klare Aussagen, blitzschnelles Erkennen des Wesentlichen und seinen Fleiß die Gunst der Wähler.

So erreichte er fünfmal seine Wiederwahl in den Gemeinderat. Also hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass die FDP seit drei Legislaturperioden den Fraktionsstatus hat. Sein Fokus lag im Bauausschuss und im Hospitalrat. Hier hat er den Verantwortlichen auf den Zahn gefühlt.

Neben seinem Beruf als Zahnarzt zeigt er sein Engagement und Potenzial im Kreisvorstand der FDP, im Kreistag, als verantwortliches Mitglied in zahlreichen Standesvertretungen der Zahnärzte und als Vorsitzender des Reitclubs Rißegg. Nun verlässt der am längsten aktive und energische Gemeinderat Fred Braig der FDP das Gremium. Ihm gilt der Dank für die enge Verbundenheit mit der Bürgerschaft, für Vorschläge zur Verhinderung unnötiger Maßnahmen mit negativen Folgen für die Bürger und Bürgerinnen und der strenge Blick auf die Finanzen, um Löcher, die man füllen muss, in Zukunft zu vermeiden. Dem umtriebigen Genussmenschen ein herzliches „Vergelts Gott“ und weiterhin gesunde und aktive Lebensjahre.

 

Spürbare Vorteile für Kinder, Eltern und Stadt durch Ganztagsbetreuung in Grundschulen

Die anstehenden Sanierungen der Birkendorf- und Mittelberg-Grundschule erfordern eine Entscheidung zur Entwicklung von Grundschulen in der Kernstadt. Die optimale Lösung wäre eine gebundene Ganztagsschule. Diese Form bietet Vorteile im pädagogischen, räumlichen, finanziellen und personellen Bereich.

Die Schulen haben die Möglichkeit, sich an kindlichen Tagesabläufen zu orientieren. Die erweiterte Lernzeit (auf sieben oder acht Stunden an drei oder vier Schultagen) kommt allen Kindern zugute, weil diese unentgeltlich angeboten wird, das heißt es entstehen keine Kosten für die Eltern. Ein bedeutsamer Schritt zu mehr Chancengleichheit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Vorausschauende Bauwerksüberwachung

Wir bedanken uns für diese überaus transparente Vorlage von Tiefbauamtsleiter Münsch. Sage und schreibe 196 Ingenieurbauwerke sind in Biberach ständig zu überwachen. Jedes Jahr sind Unterhaltsmaßnahmen für die Bauwerke neu einzuschätzen und auszuführen. Insbesondere hierbei könnte es zu Fehleinschätzungen bei intransparenter Planung mit enormen Abweichungen für die Haushaltsplanung kommen. Welche Sorgfalt hier aufgewendet wurde, um eine exakte und belastbare Planung zu erhalten, haben wir mit großer Wertschätzung und Freude zur Kenntnis genommen.

Auf diese Weise lassen sich mit dieser Vorlage die Kosten genauer vorhersagen und überwachen. Durch den damit möglichen transparenten Ausblick auf die nächsten vier Jahre lassen sich Beauftragungen schon heute vornehmen,
um gerade jetzt die Preise zu fixieren. Die Baupreisexplosion ist derzeit kaum zu stoppen. Deshalb mussten wir zuletzt schmerzhaft erleben, wie spontane und kurzfristige Beauftragungen bei städtischen Baumaßnahmen nun hohe Kostensteigerungen zur Folge haben.

Jede Kostenplanung hat derzeit enorme Abweichungen zur Folge, weil Handwerker bei kurzfristiger Vergabe Höchstpreise verlangen können. „Weiter so, Tiefbauamt. Der Haushaltsplan der Stadt Biberach und die Steuerzahler danken es Ihnen schon jetzt.“

Fitness der Bürger hat ihren Preis

Unter dem Motto „Bewegung hält fit“ tragen Bürger und Bürgerinnen zur ihrer Gesundheit bei.

Die Stadt Biberach bietet dafür attraktive Möglichkeiten für Einzelne, Gruppen und Vereine innerhalb des Stadtgebiets. Nun stehen Sanierungen und der Ausbau von Sportanlagen in Absprache mit den Vereinen an. Wir unterstützen die Umsetzung dieser Maßnahmen. Diese tollen Sportanlagen leiden jedoch häufig unter dem sich breitmachenden Vandalismus.

Um diese öffentlich zugänglichen Sportstätten zu erhalten, muss das Ordnungsamt der Stadt konsequenter für die Einhaltung der Ordnung sorgen. Öffentliche Flächen sind durch private Treffen und Trinkgelage immer wieder der Vermüllung und dem Vandalismus ausgesetzt. Eine Sportplatzsanierung ist sinnvoll, wenn diese nicht mutwilliger Zerstörung oder Verunreinigung durch Glasscherben und Müll ausgesetzt wird. Die Folgekosten dieser Müllbeseitigung und Schadensbehebung werden oft ausgeblendet. Dasselbe gilt aus Sicht der FDP-Fraktion auch für die gewünschten neuen WC-Anlagen beim Skaterplatz.

Wir lehnen diese Belastung durch eine zusätzliche WC-Anlage ab. Eine Beschilderung vom Skaterplatz und den Kunstrasenplätzen zu den bestehenden WC-Anlagen würde vollkommen ausreichen.

 

Ein Hoch auf das Büro Hofmann-Dietz

Wir Biberacher kennen dank Schützenfest auf dem Gigelberg fast alle Highlights von Kindesbeinen an, aber manches ist längst in Vergessenheit geraten.

Deshalb danken wir Frau Dietz-Hofmann vom gleichnamigen Büro für deren eindrucksvolle Einführung in die Gigelberg-Geschichte und die damit wiederentdeckten Schmuckstücke wie Biberbrunnen, Goll’sche Gartenanlagen und so weiter. Die Ausführungen sorgten bei uns in der FDP-Fraktion fast für ein schlechtes Gewissen, wie sehr doch die denkmalgeschützten Gigelberg-Anlagen offensichtlich jahrelang vernachlässigt wurden. Welch historische Schönheiten hier zu verkümmern drohen, wurde uns allen klar.

Umso erfreulicher, dass endlich mal ein „Büro“ seine Beauftragung verdient hat. Denn was die vielen in Biberach beauftragten Büros in manchen Bereichen leisten und zustande bringen, ist hinlänglich bekannt. Die FDP-Fraktion ist davon überzeugt, dass mit dem Büro Hofmann-Dietz ein überaus kompetenter Partner für diese komplexe stadtplanerische Aufgabe gefunden wurde. So kann aus dem Gigelberg wieder ein stadtnahes Schmuckstück für uns Biberacher, unsere Besucher und die zahlreichen Touristen werden. Eine historische Erholungsoase mit herrlichem Baumbestand, leicht für Fußgänger aus der Altstadt erreichbar und in einladendem Zustand.

Das erinnert an den Englischen Garten in München. Ein Kompliment an die Bauverwaltung für diesen guten Schachzug.

Die FDP Kreisverband Biberach in Klausur

Klausurtagung2022

Mitglieder, Orts- und Kreisvorstände, Mandatsträger der FDP in Klausur: Neue Ideen, neue Organisationsformen, verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten, Ausblick und Planung auf die kommenden Wahlen. Dank der vielen aktiven Mitglieder und der erhöhten Mitgliederzahlen stellt sich die FDP im Kreisverband Biberach neu auf.

 

 

 

 

Neue Ideen für Biberachs Plätze

Im Zuge des herannahenden Frühlings fragen wir uns, weshalb es auf dem Biberacher Marktplatz bis heute keine größere natürliche Beschattung gibt. Abgesehen von zwei kleinen Bäumen scheinen wir Biberacher uns damit abgefunden zu haben, dass eine solche Idee wegen Schützenfest, Wochen- und Jahrmärkten nicht realisierbar wäre.

Die FDP-Fraktion hält das für falsch und bittet die Verwaltung, unter anderem im Bereich des Markbrunnens und des Bachlaufs mögliche Standorte für einige wenige große Baumbepflanzungen zu prüfen. Selbstverständlich ist das abhängig vom Verlauf von Versorgungsleitungen. Doch gibt es hierfür vermutlich noch Freiräume. Dass Innenstädte durch die immer wärmer werdenden Sommer Kühlung und Schatten benötigen, ist längst bekannt.

Größere Beschattungen lassen sich auch mit mobilen Systemen erzielen. Hierfür gibt es in einigen Städten hervorragende Beispiele wie zum Beispiel im Dorotheen-Quartier in Stuttgart. Ferner ließe sich hier sogar noch weitere Gastronomie ansiedeln. Solche Begrünungen könnten dann auch auf andere Biberacher Plätze ausgedehnt werden. Allemal wünschenswert wäre dies auf dem Schadenhofplatz, Kesselplatz, Viehmarktplatz, Holzmarkt und Kapellenplatz. Denn auf keinem dieser Biberacher Plätze gibt es größere natürliche Beschattungen mit Ausnahme jener auf dem Gigelberg, an der Stadthalle oder entlang des Ratzengrabens. Doch diese befinden sich alle am Stadtrand.